... ist eine gebräuchliche Redensart. Ihr Namensgeber ist Adam Ries,
der als Rechenmeister tätig war und 1525 eine Rechenschule gründete.
In seinem »Rechenbuch« heißt es zum rechten Winkel:
Reiß zwo blinde Linien uber einander
Creutzweiß ungefährlich [=ungefähr]
und wo die uber einander gehen mach ein a.
Darnach setz den einen Fuß des Circkels in das a
und thu den andern Fuß auff so weit du wilt
und reiß einen blinden Circkel [=Kreis] rings umb. [...]
Dann nimb acht wo der blinde Circkel
die blinde geschrenckten Linien durchschneidet
und mach zu einem [gilt gleich welchem] ein b.
Darnach zeichen die offene gerade Linien vom b
gegen der rechten Handt. Auff dem andern durchschnitt
auch eine gegen der lincken Handt vom b.
So hast du einen gerechten Winckel.